vor 7 Stunden
NFL Kompakt
Week 3 der NFL hat bereits einige Überraschungen geliefert. Der amtierende Super-Bowl-Champion stolperte beim Außenseiter aus Washington, die Patriots gingen gegen die Jaguars unter und die als Titelkandidat gestarteten Texans rutschten auf 0-3 ab. Dazu sorgten die Bronocs, Lions und Ravens mal wieder für Drama bis in die Schlussminute.

Week 3 hat mal wieder einen hochdramatischen Start geliefert. Fast alle Spiele des NFL-Sonntags waren bis zum Ende spannend, zudem stechen einige faustdicke Überraschung heraus. Für den krönenden Abschluss sorgte das unglaubliche International Game zwischen den Baltimore Ravens und den Dallas Cowboys in Brasilien.
Dicke Überraschung in Green Bay! Michale Peni Jr. kehrt erstmals seit seinem Kreuzbandriss zurück auf das Spielfeld und führt die Atlanta Falcons zu einem 35-14-Sieg bei den Green Bay Packers.
Die MVPs des Spiels waren dabei Bijan Robinson mit 213 total Yards und zwei Touchdowns, sowie Drake London, der neun Bälle für einen Raumgewinn von 194 Yards fangen konnte.
In Miami kam es zum Aufeinandertreffen zweier Teams, für die der Saisonstart nicht unterschiedlicher hätte laufen können. Während die Miami Dolphins einen schweren Start in die Saison hatten und mit einem Record von 0-2 und einer Punktedifferenz von -36 kaum eine Chance hatten, lief der Auftakt für Kansas City Chiefs nahezu perfekt.
Während es im ersten Quarter noch nach einem ausgeglichenen Spiel aussah, rissen die Chiefs das Spiel schnell an sich und dominierten die Dolphins. Zudem verletzte sich auch noch De'Von Achane schwer am Knie. Patrick Mahomes, Travis Kelce und Co. machten in Florida ihre Hausaufgaben und kehren mit einem Sieg im Gepäck nach Kansas City zurück
In Cleveland kam es zu einem spektakulären Spiel zwischen den Browns und den Carolina Panthers. Nachdem die Browns lange in Führung lagen, kämpften sich die Panthers zurück ins Spiel und gingen im vierten Quarter in Führung.
Doch die Browns bewiesen eine große Moral und lieferten einen starken Drive, der im Touchdown zu Führung endete. Kurz vor Ende mit wenigen Sekunden auf der Uhr bekamen die Panthers zwar noch einmal den Ball, aber eine Interception besiegelte die Niederlage der Gäste in Cleveland.
Unter schwierigen Wetterbedingungen kam es zur Regenschlacht zwischen den New York Giants und den Tennessee Titans. Bei starkem Wind und Dauerregen gingen die Giants früh durch Field Goals in Führung. Die Titans-Offense kam überhaupt nicht in Fahrt und erzielte erst kurz vor der Halbzeit ihr erstes First Down.
In der zweiten Hälfte wendete sich auf einmal das Blatt. Zwar erzielten die Giants ein weiteres Field Goal, aber die Titans kamen durch einen Touchdown wieder heran. Im letzten Drive hätte ein weiterer Touchdown das Spiel komplett gedreht, doch in der Redzone der Giants setzte Cam Ward zum Wurf in die Endzone an, der von Jevon Holland abgefangen wurde und den Giants den Sieg sicherte.
Nach einer zunächst defensiv geprägten Partie übernahm Jacksonville vollständig die Kontrolle und zerlegte New England mit 35:6. Die Jaguars bestraften einen weiteren fehlerhaften Auftritt von Drake Maye konsequent und zeigten die erhoffte Reaktion auf ihre Niederlage in Denver.
Während Jacksonville offensiv immer sicherer wurde, fand New England weder Kontrolle noch Antworten. Die Jaguars verbessern sich damit auf 2-1, während die Patriots auf 1-2 abrutschen.
Das erste Quarter des Spiel schien eine verdrehte Wirklichkeit zu sein, denn die Los Angeles Chargers dominierten die Buffalo Bills. Das Heimteam verursachte einen Turnover nach dem anderen und die Gäste aus L.A. konnten davon profitieren.
Doch die Bills kamen immer mehr im Spiel an und konnten bis zur Halbzeit ausgleichen. In einem starken vierten Quarter machten die Bills dann alles klar und der letzte Anlauf der Chargers kam deutlich zu spät
Beim Wiedersehen mit Ex-Defensive-Coordinator Aaron Glenn lieferten sich die Lions und Jets bis in die Schlussphase ein völlig offenes Duell. Jahmyr Gibbs wurde mit drei Touchdowns zum entscheidenden Mann und brachte Detroit kurz vor Schluss erneut in Führung.
New York erhielt noch eine letzte Chance, doch Detroits Defense besiegelte den 31:24-Sieg mit einem Strip-Sack. Die Lions verbessern sich damit auf 2-1, während die Jets auf 1-2 zurückfallen.
Im Duell zweier zuvor siegloser Teams verschärfte sich ausgerechnet für die als Super-Bowl-Anwärter gestarteten Texans die Krise. Houston ging erst zwei Minuten vor Schluss erstmals in Führung, ließ Daniel Jones und die Colts anschließend aber noch einmal über das Feld marschieren.
Spencer Shrader entschied das enge AFC-South-Duell 16 Sekunden vor dem Ende mit einem 53-Yard-Field-Goal zum 19:17. Indianapolis feiert damit beim Stand von 1-2 den ersten Saisonsieg, während Houston überraschend auf 0-3 abrutscht.
Der amtierende Super-Bowl-Champion reiste als klarer Favorit an, doch Washington lieferte Seattle von Beginn an einen wilden Kampf. Ohne den verletzten Jayden Daniels führte Marcus Mariota die Commanders zu einem überraschenden 33:31-Sieg.
Die Seahawks kämpften sich mehrfach zurück, doch Washington behielt in den entscheidenden Momenten die Nerven. Die Commanders verbessern sich damit auf 1-2, Seattle fällt auf 2-1.
Ausgerechnet gegen die mit acht Sacks ligaweit führende Bengals-Defense erwachte Pittsburghs bis dahin punktärmste Offense der NFL. Aaron Rodgers warf drei Touchdown-Pässe, während die Steelers bereits im ersten Viertel 14 Punkte erzielten und damit eine 69 Spiele lange Durststrecke beendeten.
Nach einem offenen Schlagabtausch brachte Chris Boswell Pittsburgh spät in Führung, ehe Derrick Harmon den 30:27-Sieg mit einem Strip-Sack gegen Joe Burrow sicherte. Beide AFC-North-Rivalen stehen damit bei 2-1.
In der Bay Area kam es zum NFC-West-Duell. Die San Francisco 49ers trafen auf die Arizona Cardinals. Die 49ers zeigten sich stark und wie erwartet als Playoff-Kandidat. Mit zwei Siegen aus zwei Spielen haben sie zu Beginn alles richtig gemacht und spielten auch gegen die Cardinals offensive ein gutes Spiel.
Aber auch die Arizona Cardinals zeigten sich in guter Form und hielten angeführt von Jacoby Brissett lange mit den 49ers mit. Dennoch konnten sich die Favoriten am Ende durchsetzen und den wichtigen Sieg im Kampf um die Krone in der NFC West sichern.
Bei Kyler Murrays Rückkehr blieb Minnesota auch im dritten Saisonspiel ungeschlagen und setzte sich mit 23:16 bei den Tampa Bay Buccaneers durch. Ein Punt-Return-Touchdown von Myles Price, ein 41-Yard-Score von Jordan Addison und sechs Sacks der aggressiven Vikings-Defense machten den Unterschied.
Überschattet wurde der Erfolg von der Knöchelverletzung Justin Jeffersons, der nach zwei Catches für 32 Yards nicht mehr zurückkehrte. Tampa Bays letzte Hoffnung platzte, als Baker Mayfield kurz vor Schluss wegen einer Handverletzung rausmusste und sein Backup Jalon Daniels mit einer Hail Mary scheiterte - Minnesota steht nun bei 3-0, die Buccaneers bei 0-3.
Die Las Vegas Raiders haben auch ihr drittes Saisonspiel gewonnen und sich in einem völlig wilden Duell mit 35:27 bei den New Orleans Saints durchgesetzt. New Orleans zog nach Tyler Shoughs viertem Touchdown-Pass auf 27:16 davon, doch Las Vegas antwortete mit 19 Punkten in Serie.
Im chaotischen Schlussviertel verlor Shough den Ball bei einem Strip-Sack an Maxx Crosby, ehe Rookie Hezekiah Masses nach einem regelrechten Fumble- und Flaggenfestival auch noch die entscheidende Interception fing. Die Raiders stehen damit tatsächlich bei 3-0, während die Saints trotz vier Touchdown-Pässen ihres Quarterbacks auf 1-2 zurückfallen.
Im ersten NFL International Game in Sao Paulo in Brasilien bot sich den Fans eines der spektakulärsten Duelle der letzten Jahre. Mit den Dallas Cowboys und den Baltimore Ravens trafen zwei starke Teams aufeinander, die etwas zu beweisen hatten. In einem grandiosen Schlagabtausch ging es hin und her.
Kurz vor Schluss gingen die Ravens durch einen Touchdown in Führung. Doch die Cowboys antworteten schnell, verpassten aber durch einen Touchdown das Spiel zu drehen und glichen durch ein Field Goal aus. Mit nur sieben Sekunden Restspielzeit führte Lamar Jackson seine Offense in die Field-Goal-Range und ausgerechnet Tyler Loop, durch den die Ravens die Playoffs im vergangenen Jahr verpasst hatten, verwandelte das Game-Winning-Field-Goal zum Sieg in wortwörtlich letzter Sekunde.
Die Denver Broncos haben im Sunday Night Game einen 0:16-Rückstand gedreht und die Los Angeles Rams mit 30:26 bezwungen. Die Rams dominierten die erste Hälfte mit 273 zu 67 Yards, doch nach der Pause kippte die Partie: Zwei Special-Teams-Patzer und 16 unbeantwortete Broncos-Punkte im dritten Viertel brachten Denver zurück ins Spiel.
Im chaotischen Schlussviertel wechselte die Führung mehrfach. Talanoa Hufanga trug eine Interception über 66 Yards zum Touchdown zurück, Matthew Stafford antwortete mit einem 48-Yard-Touchdown-Pass auf Konata Mumpfield. Nach mehreren späten Strafen gegen die Rams-Defense brachte Bo Nix Denver 47 Sekunden vor Schluss per Quarterback Sneak in Führung. Staffords letzter Pass in die Endzone landete erneut bei Hufanga. Denver steht damit bei 2:1, die Rams rutschen auf 1:2 ab und müssen in Week 4 bei den Eagles antreten.
Das Monday Night Game findet in Chicago statt. Dort empfangen die Chicago Bears die Philadelphia Eagles. Vermutlich wird Caleb Williams nicht für die Bears auflaufen können, was das Team schwächt. Mit Case Keenum werden die Bears einer starken Eagles-Defense gegenübertreten.
Die wiederum sind mit 2-0 perfekt in die neue Saison gestartet. Mit Siegen über die Commanders und über die Titans stehen die Eagles an der Spitze der NFC East und wollen diesen Platz weiter verteidigen. Ob Bears-Head-Coach Ben Johnson auch mit einem Backup brillieren kann, oder ob die Eagles-Defense zu stark sein wird, zeigt sich in der Nacht von Montag auf Dienstag deutscher Zeit beim letzten Spiel in Woche 3.
nhu